Verabschiedung Carola Plambeck 25.07.2015

Bereits am Samstagabend wurde Carola Plambeck mit einem wunderbaren Familiengottesdienst und anschließenden Grillabend auf dem Kirchplatz von Altenmittlau verabschiedet.

Die musikalische Gestaltung hatte der ökumenische Chor „Wegzeichen“, in dem Frau Plambeck sonst selbst mitsingt, übernommen und begeisterte die Gemeinde mit neuen geistlichen Liedern.

Im Anschluss folgte die humorige Rede der Sprecher des Pfarrgemeinderates, die ihr u.a. eine Polizeikelle mit Aufschrift „Gemeindereferentin im Dienst“ und „außer Dienst“ schenkten, damit sie privates und berufliches Leben in ihrer Heimatgemeinde trennen kann. Sie endeten mit den Worten: „Carola, du warst ein Segen für unsere Gemeinde und hast uns alle von Kindergartenalter bis Senioren durch deine Art begeistert.“

Als dann die Messdiener zusammen mit Leiterrunde und allen Gottesdienstteams das umgedichtete Lied „Lasst sie ziehn auf den Wegen des Lebens“ sangen, spürte man wie schwer ihr der Abschied fällt. „Ich war sehr gerne hier im Freigericht und habe mich in den letzten drei Jahren auch sehr wohl gefühlt“, betonte Carola Plambeck mehrfach.

Besonders bedankte sie sich bei den vielen Ehrenamtlichen in Altenmittlau und Bernbach für die tatkräftige Unterstützung.

Abschiedsgrussworte von Carola Plambeck an die Gemeinde

Liebe Gemeindemitglieder
„Ich hab’ mich hier ans End’ gewurzelt, dass keiner aus dem Album purzelt.“
So lautete immer der letzte Reim in unseren alten Poesiealben, die uns als Freundschaftssymbol über Jahre der Schulzeit begleiteten.
Wenn ich mich nun am Ende dieses Pfarrbriefes zu Wort melde, dann geht es mir ein bisschen so wie damals, als ich vor dem aufgeschlagenen Poesiealbum meiner Freundin grübelte und überlegte, mit welchen Worten, welchen Bildern oder Aufklebern ich ihr eine Freude machen und sie grüßen könnte, so dass sie sich möglicherweise noch in einigen Jahren gerne an unsere gemeinsame Zeit erinnert. Heute hat mein altes Poesiealbum noch immer seinen Ehrenplatz im Regal und heute noch erscheinen zu jedem einzelnen Spruch vor meinem geistigen Auge augenblicklich Gesichter, Begegnungen und Erlebnisse der Vergangenheit.
Nun „purzele“ ich tatsächlich bald aus dem Gemeindeleben in Freigericht und ich stehe vor der schweren Aufgabe „Ade“ zu sagen. Ab August werde ich offiziell in den
Pastoralverbund St. Jakobus Vogelsberg-Spessart versetzt und trete meinen Dienst in der Heimatpfarrei Wächtersbach an. Der Wechsel war von mir nicht geplant und hat sich
kurzfristig ergeben, als in der zweiten Runde der Stellenausschreibungen die Position der Gemeindereferentin in Wächtersbach frei wurde. So wie viele von Ihnen verwurzelt sind in der Pfarrgemeinde Altenmittlau, Kraft schöpfen und eigene Kraft und Talente vergießen für das aktive Glaubensleben in der Gemeinde, so kann ich sagen, dass die Wächtersbacher Gemeinde mich und meine Familie sehr geprägt hat. Die vielen Begegnungen in den verschiedensten Gruppen der Gemeinde haben mich auf meinem Glaubensweg derart bereichert und gestärkt, dass ich vor Jahren schließlich dort auch entschieden habe, den Beruf der Gemeindereferentin zu erlernen.
Nun fühlt es sich gut und richtig an, in die Heimatgemeinde zurückzukehren und meine Schaffens- und Glaubenskraft dort einzusetzen. Eine bewusste Entscheidung und dennoch
bleibt der Stachel des Abschiedsschmerzes. Ich habe in den vergangenen drei Jahren der pastoralen Arbeit in Altenmittlau und Bernbach sehr viel lernen können, habe aber
vielmehr noch geschenkt bekommen. Ich habe Offenheit und Geduld, Hilfe, Unterstützung und Anteilnahme erfahren, sowohl im beruflichen, wie im privaten Bereich. Dafür möchte ich ganz herzlich danke sagen. Sie werden immer – mehr noch als mein Poesiealbum – einen Ehrenplatz in meinem Herzen einnehmen. Ich wünsche Ihnen allen Gottes Segen, die Kraft und den Beistand des Heiligen Geistes auf Ihrem weiteren Weg.
Diesen Wunsch richte und hefte ich ganz ausdrücklich auch an die Seite unseres Pfarrers Patrick Kasaija und unseres Kaplans Alex Andrua, mit denen ich sehr gerne und gut zusammengearbeitet habe und von denen ich mich auch nur schweren Herzens trenne. Ich weiß, dass wir alle im Gebet miteinander verbunden bleiben. Und so möchte ich schließen wie ich begonnen habe:

Wenn einst zarte Regentropfen leise an dein Fenster klopfen, so denke doch bei dir, dass es Grüße sind von mir“
Ihre Carola Plambeck
Gemeindereferentin